Plattenspieler

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Wie funktioniert ein Internetradio?

Die Magie der schwarzen Scheibe - wie funktioniert eigentlich eine Schallplatte? Auf einer Schallplatte ist die Musik sozusagen in die Rillen codiert. Ein Plattenspieler liest diesen Code und wandelt ihn in Musik um.

Zuerst muss der Motor den Plattenteller, auf dem die Schallplatte platziert wird, drehen. Es gibt dafür drei verschiedene Antriebsarten, aber am häufigsten wird ein Riemenantrieb verwendet. Das Ziel ist, dass sich der Plattenteller mit der richtigen Geschwindigkeit dreht. Laufgeschwindigkeiten beim Plattenspieler werden in Umdrehungen pro Minute gemessen (RPM). Langspielplatten (LPs) werden in der Regel auf 33 RPM und kleinere Platten, wie Singles, auf 45 RPM abgespielt. Dreht sich nun der Plattenteller mit der darauf platzierten Schallplatte, muss die Nadel auf die Platte gelegt werden. Die Nadel gibt den Code an den Tonabnehmer weiter, welcher diesen in Signale übersetzt.

Als Nächstes verwandelt der Tonabnehmer durch einen sehr komplexen Prozess die Schwingungen in elektrische Spannung. Diese ermöglichen die Wiedergabe eines Tons. Um die Musik hörbar zu machen, bedarf es eines Verstärkers und Lautsprechern. Einige Plattenspieler haben beides integriert und können sofort ohne zusätzliches Equipment in Betrieb genommen werden.

Worauf sollte ich beim Kauf eines Plattenspielers achten?

Steht die Entscheidung zum Kauf eines Plattenspielers, muss nur noch der richtige gefunden werden. Wegen der großen Auswahl an verschiedenen Modellen ist diese Entscheidung oft schwieriger als gedacht. Plattenspieler gibt es in verschiedenen Designs, von Retro bis hin zu modernem Minimalismus. Nostalgische Koffer-Plattenspieler erfreuen sich sehr hoher Beliebtheit, da sie dank dem stilechten 1950er-Look ein echter Hingucker sind.

Zusätzlich unterscheiden sich Plattenspieler durch ihre Antriebsart. Insgesamt gibt es drei verschiedene Antriebsarten: Riemenantrieb, Direktantrieb oder Reibradantrieb. Bei Plattenspielern mit einem Riemenantrieb wird die Motorachse mithilfe eines Gummiriemens mit dem Plattenteller verbunden. Bei einem Direktantrieb hingegen ist der Motor direkt mit dem Plattenteller verbunden, da die Antriebsachse des Motors auch gleichzeitig die Achse des Plattentellers ist. Plattenspieler mit dieser Antriebsart werden vornehmen im DJ-Bereich eingesetzt, da sie sich für spezielle Techniken, wie das „Scratching“ eignen. Die dritte Antriebsart ist der Reibradantrieb, bei welcher der Motor über Zahnräder mit dem Plattenteller verbunden ist. Die ersten Plattenspieler überhaupt wurden mit einem Reibradantrieb ausgestattet, aber heutzutage wird diese Art des Antriebs nur noch in Vintage Geräten verwendet.

Des Weiteren verfügen Plattenspieler über unterschiedliche Betriebsarten: vollautomatisch, halbautomatisch oder manuell. Bei einem manuellen Plattenspieler wird der Tonarm per Hand auf die Platte gelegt und am wieder entfernt. Das Gerät erkennt nicht automatisch das Ende der Platte. Daher läuft die Nadel in der Endlosrille weiter, bis die Nadel entfernt wird. Ein halbautomatischer Plattenspieler erkennt dagegen das Ende der Platte und die Nadel wird automatisch in die Ausgangsposition gebracht. Letztlich wird bei einem vollautomatischen Spieler zusätzlich die Nadel auch am Anfang auf die Platte gesetzt. Oft muss nur ein Knopf gedrückt werden und der Plattenspieler macht alles von alleine. Der Hörer muss nur noch die Schallplatte wenden.

Im Gegenteil zu digitalen Geräten gibt es bei Plattenspielern keine große Anzahl an zusätzlichen Features und Funktionen, mit denen sich Geräte voneinander absetzen können. Drei Features sind aber erwähnenswert: Tonhöhenregelung, Antiskating und USB-Funktion.

  • Tonhöhenregelung: Diese Funktion, auch pitch control genannt, ist besonders für DJs interessant, da sie es erlaubt, die Drehgeschwindigkeit des Plattentellers zu erhöhen oder zu verringern. Speziell beim Manipulieren und Mixen von Songs ist dies für DJs sehr wichtig.
  • Antiskating: Das Skating bei einem Plattenspieler bedeutet, dass die Nadel seitlich über die Rillen gleitet und nicht in der Mitte der Rille bleibt. Dadurch kann es zu Verzerrungen und starker Abnutzung der Schallplatte kommen. Die Antiskating Funktion verhindert dies und führt dadurch zu einer erhöhten Wiedergabequalität und verlängert die Haltbarkeit der Schallplatte.
  • USB-Funktion: Plattenspieler mit eingebauter USB-Funktion bieten die Option, Schallplatten zu digitalisieren. Per USB-Kabel wird das Tonsignal vom Plattenspieler auf einen Computer übertragen und kann dort abgespeichert werden.

Funfacts

Wusstet ihr, dass sich ein kleiner Schatz in jedem Plattenspieler versteckt?

Shine bright like a diamond! Ein erstaunlicher Fakt zum Plattenspieler ist, dass die Nadel bei den meisten Plattenspielern aus einem Diamanten besteht. Um Verschleiß zu minimalisieren, muss die Nadel aus einem extrem starken Material hergestellt werden. Die Nadeln können aber auch aus Saphir, Metall oder Rubin gemacht sein.

Wusstet ihr von dem Laser Plattenspieler?

In den 1990er-Jahren sollte der Laser Plattenspieler der neue Trend werden. Bei dieser Art Plattenspieler wird die Nadel mit einem Laser ausgetauscht, welcher verschleißfrei die Musik aus den Rillen abtastet. Der Laser hatte auch viele Vorteile. Im Vergleich zur Nadel beschädigt ein Laser die Platte nie und sogar abgenutzte Platten kommen in besserer Qualität zur Geltung. Trotzdem handelte es sich um einen Flop – das Gerät war einfach zu teuer. Anfangs kostete ein Laser Plattenspieler stolze 35.000 DM und sogar heutige Modelle kosten zwischen 12.000 und 17.000 Euro.

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